Radtke VerlagVolkhard Radtke · Bochum
Planeten und Sterne

2.12.5 Perioden der Exoplaneten und Gasaufnahme

2.12.5 Perioden der Exoplaneten und Gasaufnahme

Betrachtet man den Periodenverlauf aller Exoplaneten, so fallen zwei Maxima auf. Ein Periodenmaximum liegt bei vier Tagen und das zweite zwischen 400 bis 3200 Tagen.

Originalabbildung von Volkhard Radtke


Grafik 7: Häufigkeit und Perioden der Exoplaneten

Die erste Periode erklärt sich daraus, dass der Planet Masse zunimmt und die Abdrift kleiner wird. Es bezieht vor allem auf Gasplaneten vom Jupitertyp, die einen Eisenkern vorweisen. Sie treten erst bei Sternen mit 0,8 Sonnenmassen auf.

Erst bei dieser Masse entwickelt sich das Mondsystem voll und der Planet sammelt eine große Dichte, bei der er trotz der Gasaufnahme nicht den Stern verlässt. Nur die T-Taurikrise erreicht es noch, dass dieser Planetentyp vom Stern wegwandert.

Die zweite und große Periode erklärt sich aus dem Grenzwert der Gasplanetengröße. Gasplaneten werden nicht viel großer als Jupiter. Sammeln sie während sie wegwandern mehr Gase ein, nimmt die Dichte wieder zu und auch da geht die Abdrift wieder gegen Null. Daher setzen sich Gasplaneten allgemein auf größere Perioden fest.