Radtke VerlagVolkhard Radtke · Bochum
Planeten und Sterne

3.2.10 Die Gravitation und die Kerne von Zweitsternen

3.2.10 Die Gravitation und die Kerne von Zweitsternen

Durch die große Masse des Zweitsterns kann es bei den heißen Doppelsternen dazu führen, dass der Eisenkern über den hohen Druck der Gravitation zusammenbricht. Der Eisenkern und anfangs auch der Silikatmantel nehmen nicht an der Fusion teil. Man hat im Sternkern eine fusionsfreie Zone. Im innersten Kern wird demnach keine Temperatur erzeugt, die sich gegen den enormen Druck wehrt.

Ist nun die Masse dieses Kerns groß genug, kann er einmal zum Weißen Zwerg werden oder direkt zum Pulsaren. Die Größe des Kerns ist abhängig von der Rotation des ersten Sterns. Je größer diese Rotation ist, umso mehr kann auch dieser erste Stern sammeln, und umso höher sind auch eine Temperatur und seine Masse. Die Chandrasekhar-Grenze sorgt dafür, dass der Eisenkern zum Neutronenkern wird wenn der Stern seine größte Masse hat. Diese hat er, wenn er die Gasaufnahme abschließt, denn anschließend nimmt seine Masse ständig durch einen starken Sonnenwind ab. Der Grundgedanke besagt, dass der Weiße Zwerg oder der Pulsar schon im Kern entstehen bevor der Stern seine Entwicklung a bgeschlossen hat. Über die spätere Supernova wird nur die äußere Hülle abgesprengt, und es bleibt der Pulsar, oder es bleibt kein Pulsar. Der Pulsar erfährt damit noch mehr Rotation. Die Supernova wirkt als Impulsverstärker. Voraussetzung für einen späteren Pulsaren ist der Neutronenkern im Doppelsternsystem. (13.15)

Fällt ein Eisenkern zusammenfällt, steigt einmal die Rotation. Damit wird auch das Magnetfeld stärker. Wenn sich die Rotation im Kern stark erhöht, erhöht sich gleichzeitig die Rotation des gesamten Sterns. Damit rotiert das Doppelsternsystem schneller. Wenn sich der Kern nur über die Gravitation verdichtet, wird er etwas schneller und erzeugt ein starkes Magnetfeld, aber die Masse im Kern bremst den Stern eher.

Kandidaten, die zu den Doppelsternen passen, wären einmal die CP-Sterne und zum anderen die Wolf-Rayet-Sterne. Bei beiden Kategorien von Körpern handelt es sich um Doppelsterne. (12.9) (10.9)

Bei den CP-Sternen wird der Planetenkern nur verdichtet. Auch das erhöht schon den Magnetismus. Bei den Wolf-Rayet-Sternen finden wir zwei Arten, die im HRD nebeneinander liegen. (28.3)

Originalabbildung von Volkhard Radtke


Grafik 43: Veränderliche Sterne im HRD (41.2)

Es gibt einmal die kühleren WN-Sterne und neben ihnen liegen die heißeren WC-Sterne.