Planeten und Sterne
2.9.6 Das Zusammentreffen von Planeten untereinander
Es gibt zwei Fälle aus meinen bisherigen Überlegungen, bei denen ein Planet mit einem oder mehreren Monden ein anderes System eingeholt haben könnte. In dem einen Fall ist es Hyperion. Er könnte ein Mond von Titan gewesen sein und damit hätte sich ein kleines Planetensystem einem größeren genähert. Im zweiten Fall ist es Neptun. Er ist in kleinere Planetensysteme getrieben und hat sie von außen eingefangen.
Die Ursache ist die frühe Gasaufnahme des massenreicheren Systems. Sie führt zu einer größeren Abdrift und damit treibt es schneller zu kleineren Planetensystemen mit höherer Dichte.
Als sich Titan Saturn näherte, ist Hyperion in eine immer stärkere elliptische Bahn gelangt. Bei seiner letzten Umrundung hat er die Gravitation beider Körper genutzt und ist in einem Swing-by in eine Umlaufbahn des Saturns gelangt. Kurz danach folgte Titan. Hyperion nutzt in diesem Sinne die Gravitationsfelder beider Körper. So ist er wohl etwas früher eingefangen worden, hat aber die größere Bahn erreicht. Durch den Schwung bekam er auch eine höhere Exzentrizität.
An dieser Betrachtung erkennt man auch, dass kleinere Systeme von größeren Systemen zerrissen werden. Nähert sich ein kleines System von innen, werden die Elemente einzeln beschleunigt und kommen in die gleiche Rotationsrichtung wie die Monde des großen Systems.
Nähert sich ein großes System einem kleinen System, so werden die Körper der Reihe nach aus dem kleinen System getrennt und in der Geschwindigkeit verzögert und kommen in die gegenläufige Richtung des großen Systems. So erklärt sich die Rotationsrichtung von Triton im Neptunsystem. Triton wird nicht der einzige Körper gewesen sein, sondern vor ihm werden mehrere Körper von Neptun eingefangen worden sein. Die Ursache liegt in der Gasaufnahme der Planeten. Da Neptun die größere Masse gegenüber den äußeren Systemen besaß, senkt sich seine Inklination und die Gasaufnahme beginnt. Mit der Gasaufnahme verlor er an Dichte und erhöhte seine Abdrift. Kleinere Systeme konnten das nicht und so verloren sie weniger an Dichte.
Neptun bewegt sich in das äußere Kleinplanetensystem fängt Mond für Mond ein. In dieser Zeit nimmt er noch Gase auf. Körper, die eingefangen werden, bewegten sich gegen die Gasrichtung, erfahren eine Reibung und erleiden auf diese Weise einen stetigen Bahnverlust. Damit näherten sich dem vorhandenen Mondsystem, was sich in anderer Richtung dreht. Nähern sich zwei große Körper, die in entgegengesetzter Richtung drehen, nehmen sie sich ihre Geschwindigkeit und stürzen beide ab. Auf diese Weise sind die Monde paarweise abgestürzt.
Die Begründung, warum Triton erhalten blieb, liegt daran, dass die Gaszufuhr versiegte. Damit wurde er nicht mehr gebremst und blieb erhalten.